Kunst und Kommerz

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Seit der Eröffnung im Februar 2009 bin ich von der Architektur des Konsumtempels MyZeil in Frankfurt fasziniert. Damit stehe ich sicherlich vor allem als Fotograf nicht allein. Vor der Karwoche hatte ich endlich die Muse gefunden, einmal in Ruhe mit der Kamera über die acht Ebenen zu ziehen. Hier wage ich einen ersten Blick auf meine Sicht der Stahl-Glas-Konstruktion des italienischen Architekten Massimiliano Fuksas.  Allein die laut Aussage der Betreiber mit 42 Metern längste innenliegende freitragende Rolltreppe Deutschlands könnte Thema für weiter Shootings werden.

Aus ästhetischen Gründen eine neue Variante  der Präsentation: Galerie mit einem Abschlussbild.

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Abschied = viele schöne Erinnerungen

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29 Jahre Pfarrfrau in ein und derselben Gemeinde sind schon eine gehörige Stange Holz. Um so beachtenswerter, wenn sich die Gäste beim Festgottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche mit Lob über die im Hauptberuf als Grundschullehrerin in der Brüder-Grimm-Schule tätige Renate Rumpeltes übertrumpfen. „Hier warst Du über unzählige Jahr besonders für uns Kinder da“, sangen die Kleinen der Kinderkirche und zeigten damit den Arbeitsschwerpunkt der scheidenden Pfarrfrau auf. Ob Familiengottesdienste, Krippenspiele, Krabbel-, Bastel-, Kinder-, Theater- und Kochgruppen, kein kirchliches Themengebiet im Kinder- und Jugendbereich, in dem Renate Rumpeltes keine Akzente in der Friedensgemeinde gesetzt hätte.

Vor allem musikalisch gab es einiges zu berichten am Wochende. Seien es das Jubiläumskonzert zum zehnjährigen Bestehen der Sängervereinigung 1881 Hausen im Bürgerhaus, die Präsentation „Wir stechen in See“ des Elementarbereichs der Musikschule Mühlheim oder der rockige Nachmittag „Musikschule on stage“ im Schanz – jede der Veranstaltungen war einen Besuch wert.

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Die Nr. 1 in der Nr. 1

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Deutschlands Nr. 1 in Sachen Country-Musik, AnnDoka, begeisterte mit einer Mischung aus eigenen Liedern, darunter Lea, das von der Jury des Deutschen Rock- und Pop-Preises 2012 zum besten Countrysong gewählt wurde und Interpretationen der Hits aktueller Country-Größen wie Taylor Swift, den Dixie Chicks und Carrie Unterwood in Mühlheims Nr. 1 in Sachen Kultur, dem Schanz. Die selbe Jury hatte AnnDoka im Dezember zur „Besten Countrysängerin“ gekührt. Zusammen mit Chris Hennecke an der Gitarre, Frank Schädler an den Drums und Alex Seyfried am Bass entführte Antje Hennecke die Gäste in die musikalische Welt des Honky Tonk und Hillbilly, vermittelte bei Vielen ein Gefühl der Weite der Vereinigten Staaten.

Ein Bürgermeister als Küchenmeister

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„Die Liebe geht durch den Magen“ und „Wenn alle Künste untergehn – die Kochkunst ewig bleibt bestehn“. Zwei Redewendungen, die Angelika Loewenheim bei iher Einführung zur Ausstellung „Eigener Herd ist Goldes wert“ zitierte. Die meisten der Exponate im Mühlheimer Stadtmuseum hat die leidenschaftliche Sammlerin von Küchengegenständen – ein Geheimtipp seien immer noch die Flohmärkte in der Bretagne – aus ihrem in 30 Jahren zusammengetragenen Bestand zur Verfügung gestellt. Was sich wohl hinter Ochsenbluttöpfen, Kaminsägen und Feuerböcken verbirgt?

Bis zum 12. Mai ist die Ausstellung des Mühlheimer Geschichtsvereins jeden Sonntag von 11 Uhr bis 16 Uhr im Stadtmuseum an der Marktstraße geöffnet. Eine Kochshow, 50er-Jahre Filme, ein Ratespiel, Waffelbacken und ein Mundart-Vortrag erweitern die Ausstellung.

Schwarz, schwärzer, Schwarzbier

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„Die ganze Woche habe ich mich schon auf den Schwarzbieranstich bei Ihnen gefreut“, schmeichelte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier in die Herzen der Obertshausener. Bonmots wie „Wir kleinen Bundesländer müssen zusammenhalten“  – bekanntlicht kommt der twitternde Peter Altmaier aus dem Saarland – und „Hauptsach gudd gess, geschafft ham mir schnell!“ taten ihr Übriges, um die Stimmung im Kleinkunstsaal des Bürgerhauses hoch zu halten. Nicht nur mit seinen Ausführungen zur Energiewende „In China wird jede Woche ein Kohlekraftwerk an das Stromnetz angeschlossen“ und „Die Energiewende ist die größte Innovationschance in der Bundesrepublik seit 60 Jahren“ hinterließen Eindruck, sondern auch seine umgängliche Art, die darin gipfelte, dass er noch rund 30 Minuten nach seinem Vortrag im Publikum Hände schüttelte und bei zahlreichen Gästen saarländische Wurzeln aufspürte.

Fastnacht die Letzte :-)

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Auf besonderen Wunsch hier noch einige Bilder des Kinderprinzenpaares in spe. Nach dem der blaublütige Nachwuchs etwas verhalten seinen zukünftigen Untertanen gegenübergetreten war taute er im Laufe der Narretei immer mehr auf. Sogar das ein oder andere Helau war von ihm zu vernehmen.

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Alle Bilder sehen und den Beitrag zu Ende lesen …

Abschied und Blick nach vorne!

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Noch so jung ist mein Blog und schon gilt es, den ersten Abschied  zu vermelden: die DJ`s Uli und Erik hängen ihren Job an den Nagel. Ein letztes Mal bei der 1000-Jahr Feier der Basaltköppe wollen sie die Massen zum schwofen bringen, dann ist Schluss. Der SUM-Halla wird etwas fehlen, auch wenn bereits arrivierte Nachfolger an der CD-Schublade gehandelt werden.

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Fastnacht die Letzte: Löwin Katharina war nach anfänglicher Zurückhaltung ganz Närrin und tanzte mit ihrer Liebschaft und ihrem zukünftigen Kinderprinz Johannes ausgelassen am Zugrand.

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Wasser, Lese- und Fastnachtskultur

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Kaum ist der Schnee dahingeschmolzen, drohen große Überschwemmungen. Aber die Gullys scheinen gereinigt und werden locker mit den Wassermassen der kurzfristig entstandenen Seen auf Lämmerspieler Freiflächen fertig.

Schade, dass ich keine zehn Jahre mehr alt bin. Denn für diese Alterstufe empfahl die für die Buchtipps beim Hessischen Rundfunk verantwortliche freie Journalistin Juliane Spatz zwölf Bücher, darunter „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel. Die Geschichte des nach eigenen Aussagen tiefbegabten Rico und seines neuen, hochbegabten Freundes Oskar, der nur mit einem blauen Helm auf dem Kopf das Haus verlässt, weil er, ganz Schlauberger, um die Gefahren des Lebens weiß, scheint mir sehr verlockend. Zumal beide einem Mister 2000 auf die Spur zu kommen versuchen, der immer wieder Kinder entführt, um sie gegen 2000 Euro Lösegeld freizulassen. Zudem bot das blaue sofa in der evangelischen Bücherei zwar nicht, wie bei der Buchmesse, Starautoren, so doch lesehungrigen Kindern Platz.

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Natürlich durften am vorletzten Wochenende der fünften Jahreszeit auch Narrentermine nicht fehlen. Auf gewohnt gute Stimmung traf ich bei der Kinderfeuerwehr in Obertshausen, bei der Sandra Müller mit ihrem Team einmal mehr den Nerv der Sechs- bis Zehnjährigen getroffen hatte.

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Große und kleine Kinder

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Nicht nur Kinder hatten sichtlich Spaß beim Flohmarkt des Vereins Frau-Mutter-Kind in der Willy-Brandt-Halle. Dabei waren die Auslagen oftmals so bunt und schrill wie der Schmuck an mancher Fastnachtsveranstaltung, die Gesichter von Vielen mindestens genauso fröhlich wie die der Narren. Kein Wunder, wurde doch der ein oder andere unerfüllte Weihnachtswunsch im Nachhinein noch Wirklichkeit – und für den grooooßen Hunger gab es hier und da warmherzige Gönner, allen voran Marc, den Papa von Louisa und coolen Macher von HMB GRAPHIX.

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Zwischen Gailenberg und Friedhof

Schon fast eine Woche Dauerschnee. Zeit, mal etwas länger mit der Kamera draußen rumzustreunen. Die Streuobstwiesen am Gailenberg scheinen mir wie geschaffen dafür. Oder das, was ich unter einer Schneedecke davon noch erkennen kann. Dafür tun sich mir völlig neue Formen und Gestalten auf. Mehr als einmal glaubte ich, ein Tier oder ein Gesicht zu erkennen.