Müde guckt der Igel zu

Ein schattiges Plätzchen hatte sich der Igel ausgesucht. Zwischen Hecke und parkendem Auto auf dem Bürgersteig verschlief er scheinbar den Sonnenaufgang, bis ihn Schulkinder entdeckten. Schade, dass es die vom Bürokratenschimmel vertriebene Igel-Insel nicht mehr in Mühlheim gibt. Deren Initiatorin Ulrike Pachzelt hätte ganz gewiss den richtigen Tipp parat gehabt.

Ruhe auf dem Main

Nach der gestrigen Ruhe am Frankfurter Hauptbahnhof wollte ich wissen, ob die Wasserstraßen ähnlich gemächlich daherkommen. Und siehe da, nach einem ersten Anschein der vollkommenen Ruhe zeigte sich ein Frachtschiff flussaufwärts. Der Angler gar am Dörnigheimer Mainufer präsentierte sich mit einem Doppelgänger. Ob er dadurch seinen Angelerfolg steigern konnte, ist nicht verbürgt.

Weiß, weißer, St. Lucia’s Kirschblüten

Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit symbolisiert die japanische Kirschblüte, die damit regelmäßig den Frühling einläutet. Auch Lämmerspiels Kirchkurv‘ erstrahlt erneut in blütenreinem Weiß und lenkt den Blick auf ein Gebäude, dessen Ursprung Trost und Sinn in schweren Zeiten gibt, deren Besitzer aber scheinbar nicht mehr den Glauben haben, den ihre Vorgänger fast 2000 Jahre auszeichneten, um Menschen den Trost und Sinn spenden zu können, den die Auferstehung Christi tagtäglich und insbesondere an Ostern vermittelt.

Morgenglühen

„Die Natur dachte zuerst daran“ war ein geniales Buch, das ich als Grundschüler von einer lieben Nachbarin geschenkt bekommen und mit dem ich unzählige Stunden verbracht hatte, nicht zuletzt, weil es mit zahlreichen Bildbeispielen und kurzen informativen Texten meine Phantasie anregte und meinen Wissensdurst stillte. Ähnliches kommt mir beim Betrachten der morgendlichen Wolkenformationen in den Sinn, die Van Gogh nicht farbenprächtiger hätte malen können. Ob man am Himmel eine Fratze, ein zuschnappendenes Krokodil oder einfach nur eine außergewöhnliche Wolkenformation erkennt, obliegt der eigenen Phantasie.