„Die ganze Woche habe ich mich schon auf den Schwarzbieranstich bei Ihnen gefreut“, schmeichelte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier in die Herzen der Obertshausener. Bonmots wie „Wir kleinen Bundesländer müssen zusammenhalten“ – bekanntlicht kommt der twitternde Peter Altmaier aus dem Saarland – und „Hauptsach gudd gess, geschafft ham mir schnell!“ taten ihr Übriges, um die Stimmung im Kleinkunstsaal des Bürgerhauses hoch zu halten. Nicht nur mit seinen Ausführungen zur Energiewende „In China wird jede Woche ein Kohlekraftwerk an das Stromnetz angeschlossen“ und „Die Energiewende ist die größte Innovationschance in der Bundesrepublik seit 60 Jahren“ hinterließen Eindruck, sondern auch seine umgängliche Art, die darin gipfelte, dass er noch rund 30 Minuten nach seinem Vortrag im Publikum Hände schüttelte und bei zahlreichen Gästen saarländische Wurzeln aufspürte.
Kategorie: Journalismus
Abschied und Blick nach vorne!
Noch so jung ist mein Blog und schon gilt es, den ersten Abschied zu vermelden: die DJ`s Uli und Erik hängen ihren Job an den Nagel. Ein letztes Mal bei der 1000-Jahr Feier der Basaltköppe wollen sie die Massen zum schwofen bringen, dann ist Schluss. Der SUM-Halla wird etwas fehlen, auch wenn bereits arrivierte Nachfolger an der CD-Schublade gehandelt werden.
Fastnacht die Letzte: Löwin Katharina war nach anfänglicher Zurückhaltung ganz Närrin und tanzte mit ihrer Liebschaft und ihrem zukünftigen Kinderprinz Johannes ausgelassen am Zugrand.
Kaum ist der Schnee dahingeschmolzen, drohen große Überschwemmungen. Aber die Gullys scheinen gereinigt und werden locker mit den Wassermassen der kurzfristig entstandenen Seen auf Lämmerspieler Freiflächen fertig.
Schade, dass ich keine zehn Jahre mehr alt bin. Denn für diese Alterstufe empfahl die für die Buchtipps beim Hessischen Rundfunk verantwortliche freie Journalistin Juliane Spatz zwölf Bücher, darunter „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel. Die Geschichte des nach eigenen Aussagen tiefbegabten Rico und seines neuen, hochbegabten Freundes Oskar, der nur mit einem blauen Helm auf dem Kopf das Haus verlässt, weil er, ganz Schlauberger, um die Gefahren des Lebens weiß, scheint mir sehr verlockend. Zumal beide einem Mister 2000 auf die Spur zu kommen versuchen, der immer wieder Kinder entführt, um sie gegen 2000 Euro Lösegeld freizulassen. Zudem bot das blaue sofa in der evangelischen Bücherei zwar nicht, wie bei der Buchmesse, Starautoren, so doch lesehungrigen Kindern Platz.
Natürlich durften am vorletzten Wochenende der fünften Jahreszeit auch Narrentermine nicht fehlen. Auf gewohnt gute Stimmung traf ich bei der Kinderfeuerwehr in Obertshausen, bei der Sandra Müller mit ihrem Team einmal mehr den Nerv der Sechs- bis Zehnjährigen getroffen hatte.
Große und kleine Kinder
Nicht nur Kinder hatten sichtlich Spaß beim Flohmarkt des Vereins Frau-Mutter-Kind in der Willy-Brandt-Halle. Dabei waren die Auslagen oftmals so bunt und schrill wie der Schmuck an mancher Fastnachtsveranstaltung, die Gesichter von Vielen mindestens genauso fröhlich wie die der Narren. Kein Wunder, wurde doch der ein oder andere unerfüllte Weihnachtswunsch im Nachhinein noch Wirklichkeit – und für den grooooßen Hunger gab es hier und da warmherzige Gönner, allen voran Marc, den Papa von Louisa und coolen Macher von HMB GRAPHIX.
Heilige und Eiszapfen
Zwei Ehrungen zur gleichen Zeit: Während Bürgermeister Daniel Tybussek beim Kappenabend der Feuerwehr die Laudatio auf Uwe Bemowski, den neuen Träger des Schlüsselordens hielt, schlüpfte er scheinbar in die Rolle eines Heiligen. Zumindest den Schein hatte es – oder genauer: hatte Tybussek schon.
Schnee wohin man schaut: Lämmerspiel ist seit gestern Abend bedeckt mit der weißen Pracht. Eiszapfen inklusive. Höchste Zeit, die Vogelhäuschen zu befüllen.
Blaues Blut
Seit Freitag Abend ist es raus: Das 62. Lämmerspieler Prinzenpaar heißt Roger I. und Claudia I. und wurde im Rahmen der LOVe-Gala feierlich inthronisiert. Nur 32 Tage bleiben den beiden, Frohsinn und Freude zu verbreiten.
Dank Wolfgang Sterr, Sitzungspräsident der KaKaM, hat das Prinzenpaar sogar ein eigenes Autokennzeichen: „LSP CR 2013“. Ob die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die ja gerne ihren Blitzer in Mühlheim aufstellen, aber dem Schwerlastverkehr durch Lämmerspiel kaum Hindernisse in den Weg räumen, hier ein Auge zudrücken?
„Erstmals habe ich in meinem Leben eine Prinzessin zweimal geküsst“ kam der schönste Satz des Abends von Karl-Heinz Stier, der nicht nur sich selbst eine Freude bereitete, sondern auch im Auftrag des Bürgermeisters Daniel Tybussek ein Busserl an Claudia I. verteilte.































