21. März = Welt-Down-Syndrom-Tag

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Die siebenjährige Alina Boldt feierte mit Freunden und Mitschülern den Welt-Down-Syndrom-Tag. Ihre Mutter Annette klärte auf und betonte die Einzigartigkeit jedes menschlichen Lebens. Hier meine Zeilen aus der StadtPost vom 26. März, die etwas umfangereicher auch in der Offenbach-Post vom 24. März erschienen sind:

Mühlheim (peba) – Singende, lachende und tanzende Kinder im Whisky-Laden an der Bahnhofstraße. Grund der Heiterkeit war allerdings nicht der Genuss des bei vielen Erwachsenen beliebten Destillats, sondern waren die rhythmischen Klänge der Band Rhytmix. Musikpädagoge Thomas Kühn am Keyboard, Sohn Lukas am Schlagzeug und Murat Uzuner an der Handtrommel als Teil des Musikprojekts, das aus Schülern der Offenbacher Fröbelschule und Mitarbeitern der Werkstätten Hainbachtal besteht, begeisterten die Besucher mit ihren schmissigen Einlagen.

Annette Boldt, Mutter der von Trisomie 21 betroffenen siebenjährigen Alina und Inhaberin des Geschäfts Grand Whisky, hatte am 21. 3., dem Welt Down-Syndrom Tag, eingeladen, um Aufklärung zu betreiben und darüber hinaus ein Fest zu feiern. „Habt einfach Spaß!“ begrüßte sie die Gäste.

Wir sollten unsere behinderten Mitmenschen so nehmen wie sie sind“, warb Oliver Bode, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe für Stadt und Kreis Offenbach und selbst Vater eines Kindes mit Trisomie 21. „Es geht um das Wohl der Menschen mit geistiger Behinderung“, erläuterte er den Zweck der 1963 gegründeten Lebenshilfe und zitierte die 30-jährige Carina Kühne aus Seeheim-Jugendheim, die gesagt hatte: „Trotz 47 Chromosomen lebe ich sehr gerne.“ Der englische Arzt Down, Entdecker des nach ihm benannten Syndroms, beschrieb 1866 eine rundliche Gesichtsform und mandelförmige Augen als verbindende äußere Erkennungszeichen der Menschen mit Trisomie 21. Es gibt zahlreiche Facetten und Grade der Behinderung. Von Trisomie 21 Betroffene seien sehr direkt und sagten ungefiltert, was sie denken und fühlen. Wichtig sei die Frühförderung im körperlichen und geistigen Bereich, so Bode. Die Eltern seien in besonderer Weise gefordert, weil der Aufwand beim Lernen um ein Vielfaches höher sei als bei Regelkindern. Das gehe oftmals an die physischen und psychischen Grenzen. Motivation und Anreiz zeitige die besten Erfolge, wie das Beispiel der 30-jährigen Carina Kühne erkennen lässt, die sogar den Hauptschulabschluss erreicht hat.

Broschüren und Bücher mit Titeln wie „Das Stillen eines Babys mit Down-Syndrom“, „Wie mein Kind lernt, zurecht zu kommen“ und „Babys mit Down-Syndrom – Erstinformationen für Eltern und alle anderen Interessierten“ und er Hinweis auf die Internetseite Laura21 rundeten das Fest ab und versprachen tiefer gehende Infos und weitere Aufklärung.

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